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Sogenannter Opferstein an der Steineberger Ley.
Auf der Höhe der Steineberger Ley finden sich im Wald die Überreste
einer Befestigungsanlage (Ringwall), vermutlich aus keltischer
Zeit. Am Südende liegt diese Steingruppe. Im Rahmen der Rückbesinnung
auf die germanische Geschichte, vielleicht auch verstärkt durch
nationalsozialistisches Gedankengut, entstand wohl die volkstümliche
Interpretation der Funktion dieser Steine. Hier sind offensichtlich
Rillen und Strukturen der Oberflächen mit Kreide nachgezeichnet. Man
versuchte, darin Runen zu erkennen. Nun gehörten Runen aber zum
germanichen Kulturkreis und kamen fast ausschließlich in Skandinavien
vor, und zwar in den Jahrhunderten nach Christus. Zu einer keltischen
Anlage, die wohl in den Jahrhunderten um 500 vor Christus errichtet
wurde, passt das nicht.
Foto von Lehrer Seitz (~1927), überliefert von Lehrer Heinz Schmitz, digitalisiert von Herbert Michels.