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Demerath

Die Altäre


Exite

Introibo ad altare dei, ad deum qui laetificat juventutem meam.


Die beiden Seitenaltäre sind die eigentlichen Schmuckstücke der Kirche. Ihretwegen gab es bis Mitte des vorigen Jahrhunderts immer mal wieder kleine Wallfahrten aus Nachbardörfern zu den Vierzehn Nothelfern in Demerath. Genau genommen sind es zwanzig Nothelfer, denn auf jedem Seitenaltar gibt es neben sieben kleinen Nothelfern noch eine Hauptfigur und zwei Nebenfiguren.

Der Hauptaltar ist bei der letzten großen Renovierung der Kirche in den 70er Jahren farblich neu gestaltet worden. Früher waren die grauen Flächen oben links und rechts mit zwei Szenen aus dem Leben der beiden Patrone ausgemalt: Die Rettung des wegen Kleingläubigkeit im Wasser versinkenden Petrus und die Bekehrung des ungläubigen Paulus vor Damaskus. Dem Restaurator oder der bischöflichen Altarautorität hats nicht gefallen, wie man sieht. Der Altar hat, wie in allen Kirchen, ganz an Bedeutung verloren, seit der Priester nicht mehr quasi in der ersten Reihe der Gläubigen vor Gott steht, sondern ihnen als Redner und Lehrer das Gesicht zuwendet. Heute ist er nur noch Beiwerk des dominierenden Dreh-Tabernakels, der schon manchen hier erstmals zelebrierenden geistlichen Herren mit seiner Technik verblüffte.