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Demerath
Platt
Wörterbuch

Daat dóón de Lèit


Platt Hochdeutsch Anmerkungen
bang sèinAngst haben 
batscheleschwätzen 
bèddebetenDenòòvend bèdde ma de Ruusekranz fir'et Bèpp.
bótseputzenBóts da de Nòòs.
dèiedrücken, schiebenHòlefd ma éés dèie, mèine Wòòn schdéschd fast.
èaßeessenDòu solls dèi Èaße èaße.
èstamééreschonen, gut behandelnÉsch hònn mèine Òònzóch lang èstaméat. Vom französischen estimer oder lateinischen estimare
fééderefüttern 
flòòtsesich herumtreiben 
fóawèrke?auf eine Art und Weise am Schaffen sein, die bei Anderen leichte Verwunderung hervorruft;
wörtlich: fuhrwerken
fóljegehorschen 
fòutelemogeln 
frieneFrohndienste leisten Noch bis in die 50er Jahre war jeder Bürger des Dorfes verpflichtet, eine bestimmte Anzahl von Stunden im Jahr Arbeiten im Dienst der Allgemeinheit zu leisten. So wurden z.B. Wege in "Frien" gebaut.
héckeleUnkraut hackenRummele héckele = im Rübenacker Unkraut hacken
héppehüpfen, hinken 
hóllenehmen, holenHóll da nòch e Schdéck Wuuschd.
hóófehäufeln? Das Wort hat nur eine Bedeutung: Schrumpere hóófe: Um die jungen Kartoffelpflanzen wird mit einem speziellen Pflug die Erde in Reihen aufgehäufelt.
hutschehocken 
sésch jehèiesich abmühenMa hònn óós zwòò Stunne jehèit.
jiewegähnen 
käärmßesich räuspern 
kééfekaufen 
klòòpeklopfen, schlagen 
knaarenagenón em frääde Hòònabèèn knaare
knòòteremeckern,murrenDe Pitta òs imma òm knòòtere, wònn et Liss sèine Schnaps trinkt.
kótzeleschachernDe Óópa hòt en halev Stunn mòtt dem Vééhändla jekótzelt, bòss se sésch éénésch wòare.
kròudeUnkraut ausreißen 
jètt kréénetwas bekommen, etwas kriegenÉsch kréén de Schnópp.
krééscheweinen 
kròuchekrieschen 
sésch néa lääjesich hinlegenMa hònn óós òm Schèdde néa jelòòscht.
lééfhaaleumarmen
léfdehebenDaat òs ma se schèa vo se léfde.
lèide1. leiden, 2. läuten 
lèieliegen 
lieneleihen 
lóófelaufen 
lupperean den Fingern nuckelnbei Kleinkindern
mängemischen, umrührenMäng éés de Sòòß.
mésdemisten 
mòlkemelken 
sésch obenééresich beschweren 
Fèia òòbòueim Herd ein eues Feuer anzünden 
òòfbótseabwischen 
sésch òòndóón
sésch òusdóón
sich an- bzw. ausziehen Et Margret hòt sésch òusjedóón, fò sésch jètt anéschderes òònsedóón: Das Margret hat sich ausgetan, für sich was anderes anzutun.
Diese wörtliche Übersetzung ist Quatsch, zeigt aber, dass Platt oft doch sehr verschieden vom Hochdeutschen ist.
Richtig heißt es natürlich: Die Margret hat sich ausgezogen, um sich etwas anderes anzuziehen.
raafe"raffen"Schrumpere raafe = Kartoffeln auflesen; jèt ópraafe = etwas aufheben
rééschereräuchernDe Schinke soll nét se vill un nét se winnésch jerééschat sèin.
réésewandern, spazierenDuu kòòmt de Walta óch att òòjeréést.
ruseleschüttelnkurzes u, stimmhaftes s
säesähen 
schbòuzespuckenSchbòuz = Spucke
schpòòcheplaudern 
schänneschelten 
schaluttereschimpfen, fluchen 
schdòòcheHolz nachlegenim Ofen oder Herd durfte das Feuer nicht ausgehen
schlòòfeschlafen 
schlòòterelangsam vor sich hin latschen 
Schméss kreenHiebe bekommen 
schnéésenaschen 
schrèilesicht fürchten 
schtrunzeangeben, aufschneiden 
schuppeschiebenim Sinn von hinein- oder dazwischenschieben; anschieben oder drücken heißt dèie.
schurjeHolz transportierenDie Holzstämme wurden (und werden?) mit Pferden an die Waldwege geschleppt.
schwäätsesprechen,reden 
schwòadeverprügeln 
schwòtseschwitzen 
séllesabbernSéll = Speichel
simmelééresich Gedanken machenÉsch sèin de janz Zèit òm simmeléére, wòrimm de Nòòpa bies mòtt ma òs.
sunneresortieren 
tóttelestottern 
tuateletaumeln 
tummelebeeilenTummel désch!
unééreplanen, absprechenWèile unéére ma éés, waat ma móóa maache.
vadóónverbrauchenMa móóße et ééscht die aal Jèèschd vadóón.
jètt vahaalesich etwas merkenÉsch vahaale nèist mie. = Ich bin so vergesslich.
Wörtlich: Ich verhalte nichts mehr.
valangereHeimweh haben 
vawarreaufheben, aufbewahren 
sésch wääjesich rühren, sich meldenWäänt dèmm Jòldbèidel, dèèn ésch funne hòòn, hòt sésch nòch néémes jewääscht.
wänzelesich wälzenAls Kònna sèin ma de Wiss eròòf jewänzelt.
wallejesich im Bett hin und her wälzenHia óp se walleje un schlòòf!
wèisezeigen Wèis ma éés dèin Fingere.
[èi wie in engl. "bay"]; das Wort verschwindet im Sprachgebrauch immer mehr zugunsten des hochdeutschelnden "zaije", das es früher im Platt überhaupt nicht gab.