Ernst Mayer wurde 1924 in Iggelheim (heute Böhl-Iggelheim) geboren und starb 2003 in Ludwigshafen.
1949 heiratete er Herta Flörchinger aus Hanhofen. Herta und Ernst haben keine Kinder.
Ernst hatte zwei große Leidenschaften: Sport und Musik. Darum geht es auch in vielen seiner Texte.
Den Sport hatte er sozusagen in die Wiege gelegt bekommen. Er erzählte oft, dass sein Vater ein in der Iggelheimer Gegend recht bekannter Radrennfahrer war. Ernst war kurzgliedrig (Hemden mit Ärmelhalter!) und nicht allzu groß, aber sehr muskulös und immer sportlich trainiert. Sport war das große Thema seiner Jugend. Ich glaube nicht, dass er nach dem Krieg noch einmal regelmäßig Sport betrieb.
Musik war für ihn gleichbedeutend mit seinem Akkordeon. Wenn er schreibt, er habe "seine Musik" (betont auf dem u) mitgenommen, dann meint er damit einfach sein Instrument. In Gesellschaft nutzte er die Handharmonika gern, um für Stimmung zu sorgen. Es machte ihm bis ins Alter Spaß, auf diese Art unaufdringlich ein bisschen im Mittelpunkt zu stehen.
Sein ganzes Arbeitsleben verbrachte er in der BASF in Ludwigshafen. Es begann 1938 mit einer Lehre als Chemie-Laborant. Er arbeitete zunächst auch in diesem Beruf. Später ließ er sich zum Schweißer umschulen und war in der Instandhaltung beschäftigt. Zuletzt war er in der Arbeitssicherheit tätig. Mit 60 Jahren ging er 1984 in Rente.
Im Ruhestand begann er damit, Erinnerungen aus seiner Jugend vor dem Zweiten Weltkrieg aufzuschreiben. Es sind hauptsächlich positive Erlebnisse, die ihm im Gedächtnis geblieben sind, zum Beispiel sportliche Erfolge. Berichte von Kriegserlebnissen fehlen ganz. Aus Erzählungen weiß ich nur, dass er 1944 in Kriegsgefangenschaft geriet und 1948 aus einem französichen Lager entlassen wurde. Aus der Zeit der Internierung stammte die Freundschaft mit einer französischen Familie im Elsass. Der Kontakt bestand bis in die 1990er Jahre.
Als Zeitzeugnisse des Alltagslebens möchte ich Ernst Mayers Aufschriebe hier zur Verfügung stellen.
Leo Michels, Untereisesheim