Imagines plantarum

Pflanzenbilder im Internet



Die digitale Fotografie befindet sich noch in dynamischer Entwicklung. Daher als Orientierung für spätere Leser: Der Text spiegelt den Stand Ende 2003 wider.


 
Pflanzenbilder vorbereiten

Derzeit hat das breite Mittelfeld der Digitalkameras eine Auflösung von etwa 2000 * 1500 = 3 Millionen Bildpunkten ("Megapixel"). Oberklassemodelle liegen bei 5 und Spitzenmodelle über 6 Millionen. Da zu jedem Bildpunkt Farbinformationen von einem Byte pro Farbe, also 3 Byte bzw. 24 Bit, gehören, benötigt ein 3-Megapixel-Bild theoretisch einen Speicherplatz von 9 Megabyte. Daher werden die Bilder praktisch immer in der Kamera schon JPG-komprimiert und haben dann noch eine Größe von 1 bis 1,5 Megabyte. Aber auch das ist aus mehreren Gründen noch zu viel, um Bilder in diese Größe unverändert im Internet zu veröffentlichen.

Zuächst ist der ganz überwiegende Zweck von Internetseiten die Bildschirmdarstellung. Bildschirmauflösungen liegen heute üblicherweise irgendwo in der Mitte zwischen 800*600 und 1600*1200. Bilder sollten normalerweise ganz auf den Bildschirm passen und also entsprechend kleiner sein. Es hat ja auch wenig Sinn, wenn bei der Darstellung mehrere Original-Bildpunkte zu einem Bildschirm-Bildpunkt zusammengerechnet werden müssen, was der Fall ist, wenn man in HTML die Verkleinerung eines Bilder erzwingt.

Dann sollte die Übertragungsdauer möglichst gering sein. Mit der Verbreitung von DSL entspannt sich diese Problematik etwas, aber es gehen heute immer noch viele Leute mit Modem ins Internet. Dann dauert die Übertragung von einem Megabyte mehrere Minuten. Es muss schon ein sehr faszinierendes Bild sein, damit der Betrachter nicht die Geduld verliert und die Bildübertragung abbricht. Eine gut Faustformel ist, dass eine Seite alles in allem normalerweise deutlich kleiner als 100 Kilobyte sein sollte. Sonst wird man sich wenig Freunde in der Internetsurfer-Gemeinde machen.

Wenn es um eine große Anzahl von Bildern geht, kann auch der Speicherplatz auf dem Server des Providers knapp werden. Für einen günstigen Tarif bekommt man derzeit womöglich 100 Megabyte. Imagines plantarum benötigt heute für 1350 Bilder 63 Megabyte an Speicher. Daraus ergibt sich eine mittlere Bilddateigröße von 47 Kilobyte.

Fazit: Vor einer Veröffentlichung im Internet reduziere ich die Fotos auf das eigentliche, wichtige Motiv durch Abschneiden von überflüssigen Rändern. Dann wird die Bildgröße so verkleinert, dass die längste Seite um die 500 Bildpunkte lang ist, oder etwas darüber, aber nie über 600. Abgespeichert wird mit einer Kompression, die ich gerade noch als tragbar ansehe, also z.B. in Paint Shop pro 7 mit einem Wert von 30 (siehe Seite über Bildbearbeitung). Das Ergebnis sind Bilddateien, die normalerweise eine Größe von 20 bis 80 Kilobyte haben.

 
Pflanzenbilder publizieren

Sehr viele Aspekte zu diesem Thema könne hier natürlich nicht angesprochen werden. Dazu gehört, wie Internetseiten grundsätzlich erstellt werden und wie man sie auf einen Internetserver bringt.

Teilweise ist es allerdings gar nicht mehr erforderlich, Kenntnisse über die Gestaltung von Internetseiten zu haben, wenn man Bilder im Internet zeigen will. Inzwischen gibt es eine größere Zahl von Bilderalbum-Seiten, die einem fast alle Arbeit abnehmen. Man muss nur noch auf die eine oder andere Art eine Liste von Bilderdateien erstellen, die dann bequem in ein vorgefertigtes Album eingetragen werden. Ich habe mich wenig damit beschäftigt. Für einige Dutzend Bilder ist das aber sicher eine brauchbare Möglichkeit. Wie es mit der Möglichkeit ist, die Bilder unterschiedlich zu sortieren oder den Bilderbestand irgendwie zu strukturieren, kann ich nicht sagen. Ich denke, es sieht eher schlecht aus.

Das andere Extrem stellen Bilderdatenbanken dar. Hier liegen die Bilder zusammen mit allen zugehörigen Informationen in einer Datenbank auf dem Server. Die realen "Internetseiten" werden mit Hilfe eines Programms erzeugt, indem das vom Nutzer gewünschte Bild und die zugehörigen Daten aus der Datenbank ausgelesen und in eine vorgefertigte Schablone eingetragen werden. Für jemand, der die benötigten Programmierkenntnisse hat und über die benötigten Zugriffsrechte auf einen Internetserver verfügt, ist das die perfekte Möglichkeit auch sehr große Bilderbestände mit vertretbarem Aufwand im Internet zur Verfügung zu stellen. Ein Problem besteht darin, dass Suchmaschinen wie Google solche Datenbanken kaum indizieren können. Man ist darauf angewiesen, einen sehr guten Ruf aufzubauen, so dass auf vielen anderen Seiten Links zur Einstiegsseite der Datenbank stehen.

Da ich am Anfang nicht geahnt habe, welchen Umfang meine Pflanzenbildersammlung annehmen würde, und außerdem mein Webspace-Tarif die Nutzung von MySql, PHP und ähnlichem nicht zulässt, sind die Seiten von Imagines plantarum in ganz gewöhnlichem Standard-HTML erstellt. Einen richtigen Geschmack an einem der WYSIWYG-Editoren für HTML habe ich auch noch nicht gefunden; ich benutze immer noch den textbasierten HTML-Editor phase 5 von Ulli Meybohm, obwohl Frontpage irgendwo auf der Festplatte liegt. Das mach ziemlich viel Arbeit und erklärt wenigstens zum Teil das altbackene Layout der Seite. Ich wüsste schon, was zu tun wäre für ein schickes, modernes Aussehen, aber im Augenblick muss noch die Form hinter dem Inhalt zurückstehen.

Was erwartet nun der Internet-Nutzer von einer Pflanzenbilder-Seite? Das hängt wohl stark vom Nutzer ab. Ein Teil, von denen sich auch immer wieder welche bei mir melden, sind professionelle Layouter, die das Bild einer bestimmten Pflanze für Internetseiten, Druckwerke, Werbung usw. suchen. Ich denke, dass diese auf meiner Seite sehr schnell in Erfahrung bringen, ob etwas für sie brauchbares dabei ist. Eine andere Gruppe sind Pflanzen- und Gartenfreunde. Deren Neugier ist mit einem Bild alleine sicher nicht zufrieden zu stellen; sie wollen zusätzliche Informationen zu den Pflanzen. Da kann meine Seite leider nicht mit dienen. Mehr gibt es z.B. bei www.natur-lexikon.com oder www.gartendatenbank.de. Dann gibt es da ein große Gruppe, die im Internet versucht, eine Pflanze zu identifizieren. Leider hilft auch denen meine Seite nicht. Aber auch kaum eine andere. Es sind nur sehr wenige und unvollständige Ansätze zu finden. Was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, wie schwer sich auch Profis mit CD-gestützten Werken zur Pflanzenbestimmung tun (siehe Seite über "Pflanzen bestimmen").

» zurück