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Die kleinen Keimlinge vom April sind mächtig ins Kraut geschossen. Über zwei Meter hoch und
dicht an dicht säumt das Drüsige Springkraut Impatiens glandulifera den unteren
Waldrand an der Talaue, durchdringt aber auch an einigen lichten Stellen den Hang bis nach oben.
Eine typische Neophyten-Karriere: Aus indischen Himalaja-Regionen
als Zierpflanze Mitte des 19. Jahrhunderts nach Europa gebracht, vor ca. 100 Jahren erstmals
verwildert beobachtet, heute mit Brachialgewalt entlang der Flußläufe vordringend. Neben seiner
offensichtlichen Wuchsfreude wurde kürzlich noch über eine andere "Waffe" dieses Springkrauts
berichtet: Durch übermäßiges Nektarangebot locken die großen Blüten die bestäubenden Insekten
zum Nachteil anderer Pflanzen zu sich her. Nun, Big Impatiens kann nichts für seine Schönheit und
Tüchtigkeit und verwendet darüber hinaus auch noch eine interessante Technik der Samen-Verbreitung.
Wer die Gelegenheit hat, sollte einmal die hohle Faust vorsichtig um eine fast reife Samenkapsel
schließen und dann vorsichtig drücken: Das explosive Aufspringen ist ein besonderes taktiles Erlebnis!
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